Für Mütter, die raus aus dem Funktionsmodus rein in die Leichtigkeit kommen möchten.
00:00:00: Wenn du einen lieben Menschen verlierst, darüber spreche ich heute mit Jana de Vries im Glückshelden-Podcast.
00:00:06: So schön dass du da bist im Glückshelden-Podcast!
00:00:09: Ich bin Olivia und helfe seit sieben Jahren Mamas, gelassener im Alltag zu werden – mit den kleinen und größeren Wellen des Lebens umzugehen und das Leben jetzt zu genießen mit ihren Kindern.
00:00:20: Und heute geht es mal um ein ganz anderes Thema, und zwar um das Thema Trauer darum einen liebenden Menschen
00:00:26: zu verlieren
00:00:27: Und ich freue mich riesig, dass Jana de Fries bei mir im Interview ist.
00:00:31: Jana hat in Juli-Zweißen-Ninzen ihre dreijährige Tochter Marie verloren.
00:00:35: Jana erzählt vom Unfall... Sie erzählt wie sie danach weiter funktioniert hat und was sie aufrecht gehalten hat.
00:00:43: Sie erzählt, wie unterschiedlich ihrer Familie getraut hat ihr Mann, ihr Sohn, sie.
00:00:48: Und sie erzählt von ihrem wunderbaren Kongress Wenn Liebe bleibt.
00:00:52: der von Der Link findest du jetzt schon in den Show-Notes.
00:01:00: Viel Freude mit dem Interview!
00:01:09: aufgeregt vor dem Interview.
00:01:19: Bei diesem Thema ist natürlich was, was mich wirklich auch sehr beschäftigt als Mama und ich bin so dankbar und froh dass du halt hier bist Jana.
00:01:39: Ja, ich danke dir für die Einladung!
00:01:40: Ich bin auch sehr aufgeregte das habe ich gerade schon gesagt und freue mich einfach auf die Zeit.
00:01:47: Ja... Dir es das passiert, was für mich unansprechlich ist?
00:01:55: Ja, was ich glaube viele, viele Mütter so als Angst auch haben dass das passieren könnte.
00:02:05: Du hast deine Tochter verloren und ja jetzt kannst du entscheiden wie weit du uns mitnehmen willst nochmal wie das passiert ist an diesen Tag zurückzugehen.
00:02:19: Das ist deine Entscheidung was du da erzählst hier?
00:02:22: Und ja... Wie es für dich war
00:02:28: Ja, also es wird jetzt im Juli werden.
00:02:31: sieben Jahre und das war am vierzehnten Juli zwei Tausend neunzehn ist der Unfall passiert.
00:02:40: Und es waren Sonntag.
00:02:42: wir waren ja wie oft an einem Sonntagnachmittag in diesem einen Ort weil Ja eine traumhafte Natur, man kann die Kinder können spielen.
00:02:55: Die Erwachsenen können Kaffee trinken Man trifft immer Freunde und ich habe an dem Tag kuchen ehrenamtlich verkauft Und mein Mann ist spontan nachmittags mit den Kindern auch noch mal dahin gekommen was eigentlich gar nicht unser plan war.
00:03:10: und Genau das war es ein alter Bauernhof und diese hofeinfahrt wurde im effekt.
00:03:18: Also, genau.
00:03:19: Da gab es so ein riesengroßes altes Tor was die Hofeinfahrt abschließen kann und an dem Tor haben Sonntag für Sonntakinder gespielt weil das halt sich so schön rollen lässt.
00:03:32: Und an diesem Eintag ist das Tor aus der Verankerung hat sich gelöst Weil das nicht richtig montiert war und ist auf unsere Tochter gefallen.
00:03:44: Das war... Also mein Mann, der war zehn Jahre fast bei der Feuerwehr und auch ehrenamtlich sehr viel unterwegs in dem Bereich.
00:04:00: Und hat dann direkt Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet und hat zu mir gesagt wie soll nicht näher kommen?
00:04:05: Das habe ich erstmal nicht verstanden.
00:04:08: aber er hat unserer Tochter schon angesehen in welche Richtung das wahrscheinlich geht und das wollte er mir ersparen.
00:04:16: Und das war für mich aber erst mal total vorsprachbar dass ich nicht zu ihr konnte Und hab geschrien und geweint.
00:04:25: Der Moment, bis auch Krankenwagen und Hubschrauber kamen, hat sich so lange angefühlt.
00:04:31: Auch das war für mich wieder so ein Punkt ... der einfach richtig übel war, weil diese Zeit einfach so lange ist.
00:04:40: Unser Sohn, der war zu dem Zeitpunkt vier und unsere Tochter zweieinhalb.
00:04:45: Der hat auch mit einem Tor gespielt, aber nur in dem Moment war der woanders.
00:04:49: Aber hat den Unfall auch mit angesehen und ... Den hatte ich dann als das passierte gar nicht so aufm Schirm.
00:04:58: Weil ich einfach selbst mit mir beschäftig war natürlich.
00:05:02: Wir haben viele Bekannte da oben gehabt.
00:05:04: Und eine von denen Frauen hat ihn dann auch auf Seite genommen und sich mit ihm beschäftigt, dass er diesen Stress, diesen Trubel da erst mal gar nicht mitbekommt.
00:05:13: Genau!
00:05:15: ist sie irgendwann mit einem Hubschrauber nach Gießen ins Krankenhaus gekommen.
00:05:20: Und wir wollten dann erst alleine los und haben gedacht, dass wir unseren Sohn da lassen.
00:05:26: Haben uns aber dann doch umentschieden und ihn mitgenommen.
00:05:30: Mein Mann war bis zu dem Zeitpunkt auch sehr gefasst und sehr stabil und hat einfach nur funktioniert.
00:05:36: Im Auto hat unser Sohn gefragt, kann ich noch mal mit Marie spielen?
00:05:44: Und das hat uns beide, also ich war ja sowieso total aufgelöst.
00:05:48: Aber mein Mann hat es dann auch, der ist dann zusammengebrochen und hat dann auch geweint.
00:05:53: und genau im Krankenhaus angekommen waren die Wege auch gefühlt super lang bis wir da endlich an Ort und Stelle waren jemanden zu finden, der Bescheid wusste oder uns irgendwie Informationen geben konnte.
00:06:13: Es ist halt eine Gehirnverletzung passiert, die hat man von außen nicht gesehen.
00:06:17: Von außen sah sie aus als wäre alles in Ordnung aber im Gehirnen ist halt einiges dadurch kaputt gegangen.
00:06:25: Genau Sie lag dann noch fünf Tage im Koma künstlichen Koma Aber die ja.
00:06:34: Man hat von Tag zu tag gesehen dass das Leben weniger wird und es einfach nur noch von den Maschinen am Leben erhalten worden.
00:06:45: Ja und die Krankenhauszeit, das war wie ein Film.
00:06:50: Auch da oben, also da oben meine ich dieser Ort der ist nämlich weiter oben auf dem Berg.
00:06:58: Der war auch wie ein film.
00:06:59: Ich habe die ganze Zeit gedacht so ich muss doch jetzt aufwachen.
00:07:02: Ich muss doch irgendwann aufwachten.
00:07:03: dass hier ist ja ein schlechter Film Das ist nicht die Realität Es kann noch nicht wahr sein.
00:07:10: Und im Krankenhaus war es nur so Ja, man funktioniert halt irgendwie.
00:07:19: Es ist auch in diesen paar Tagen auch super viel passiert mit Menschen Gutes wie auch Negatives und es war ja alles schon sehr verrückt.
00:07:33: und im Endeffekt das wo Ja, bis zur Beerdigung ist es oft eigentlich nur so ein Durchhalten oder dass man irgendwie versucht seine Kräfte zu bündeln und irgendwie dahin zu kommen.
00:07:45: Und wenn dann die Beerdigung rum ist, dann ist man im Endeffekt auch eher wieder alleine... ...und ja, dann öffnet sich das Loch wollte ich jetzt irgendwie sagen aber ja genau schon.
00:08:03: Ich kann es für mich unvorstellbar wie habt ihr das?
00:08:07: Wie ging es dann weiter?
00:08:09: Ihr habt ja noch euren Sohn gehabt.
00:08:11: Wie hast du das geschafft, im Leben weiterzumachen?
00:08:17: Also... Das ist eine gute Frage!
00:08:22: Im Endeffekt war unser Sohn der Grund warum ich morgens aufstehen musste und mein Mann hat mich regelmäßig immer wieder gesagt hier wir haben doch unseren Sohn Wir müssen jetzt auch für den da sein Auch im Krankenhaus zu sagen wir bleiben nicht die ganze Nacht hier an Marie Spetz sitzen, weil wir müssen auch für unseren Sohn da sein.
00:08:44: Wir können ihn jetzt nicht nur an andere Menschen abgeben sondern er braucht uns auch und ich habe in dieser Zeit mein einfach nur funktioniert.
00:08:53: Ich hab eigentlich das gemacht was mein Mann gesagt hat Weil ich wusste er meinte es irgendwie ja gut Ja weil ich einfach selbst keine Entscheidung treffen konnte.
00:09:02: genau Und Es ist für mich so schwer gewesen.
00:09:09: Marie hatte Neurodermitis, schon relativ kurz nach der Geburt.
00:09:13: Und die hat eigentlich meine ganze Aufmerksamkeit gefordert.
00:09:19: Es hat sich alles um Jucken gedreht.
00:09:21: Um Essen was verträgt sie?
00:09:22: Was verträgzt sie nicht?
00:09:23: Sie juckt ... Was war jetzt der Auslöser?
00:09:27: Wo muss ich wieder drauf achten?
00:09:29: Dann ist sie ganz viel ins Socken über den Händen rumgelaufen weil sie sich die Hände also die Arme auch kaputt gekratzt hat.
00:09:35: und Das heißt, ich war dauerhaft in diesem Denken und es hat sich halt super viel einfach darum gedreht.
00:09:43: Und dann ist das auf einmal alles weggefallen.
00:09:45: Und das war für mich als ob meine Lebensaufgabe weggebrochen ist.
00:09:50: Ich wusste auf einmal ... weil ich hatte auch die Gedanken, die natürlich nicht richtig waren so nach hinein.
00:09:56: aber in dem Moment hast du das so angefühlt mein Sohn der ist selbstständig.
00:10:01: Der kommt ja klar!
00:10:04: Und jetzt habe ich aber meine Lebensaufgabe nicht mehr.
00:10:07: Für was bin ich überhaupt noch gut?
00:10:09: Der Grund oder alles, was ich so getan habe hat sich ganz viel darum getreten natürlich auch ehe und unser Sohn auf jeden Fall.
00:10:21: Aber genau das war für mich schon richtig heftig Das durchleben zu müssen ... da diese Aufgabe einfach nicht mehr zu haben, weil ich auch einfach... ... nicht mehr wusste was mache ich denn jetzt?
00:10:37: Ja.
00:10:38: Da ist so ein Sinn, so einen Antrieb weggefahren.
00:10:43: So offensichtlich war als Schicht drübergelegt natürlich über vieles andere,... ...was ja auch wichtig ist aber das waren deine.
00:10:52: Und das hat mir tatsächlich auch an ein paar Punkten immer wieder auch Gedanken... in den Kopf gerufen, dass mein Leben ja jetzt auch eigentlich beendet werden kann.
00:11:03: Weil ich habe jetzt keine Aufgabe mehr und... Ich muss aber dazu sagen, dass ich einen Glauben habe der mich da durchgetragen hat weil ich wusste, ich hab in meinem Leben so viel erlebt und immer wieder gemerkt das da jemand ist der mich durchträgt Und im Endeffekt So dieses Wissen und diesen Glauben oder die Hoffnung auch auf ein Wiedersehen.
00:11:37: Ich werde Marie-Wieder sehen, die habe ich ja in einer anderen Art und Weise wieder total den Frieden geschenkt weil ich weiß okay es ist nur eine Frage der Zeit dann werden wir Marie-wieder sehen aber trotzdem diese Traurigkeit und dieser Schmerz Aber das Leben ist ja trotzdem noch so lang Und ich will sie ja jetzt Eigentlich wieder.
00:12:01: Sie ist die erste, die mich zur Mädchenmama gemacht hat und das war so ein besonderer Moment für mich eine Tochter zu haben auch natürlich einen Sohn zu haben weil mein Mann sich auch sehr als erstes ein Sohn gewünscht und dann ist es auch noch ein Junge geworden Und genau das war ja so ne totale Zerrissenheit.
00:12:22: Ja Genau.
00:12:23: und auch noch zu dem Punkt wie ich so die erste Zeit erlebt habe also es waren Die Kindergartenferien waren gerade noch und nach den Ferien ist unser Sohn dann wieder in die Kindergärten gegangen.
00:12:38: Und mein Mann hat in seiner Firma für mich eine Übergangsarbeit gesucht, weil er sich Sorgen gemacht hat, dass ich in ein tiefes Loch falle wenn ich auf einmal ganz alleine zu Hause bin.
00:12:50: Der Sohn ist unterwegs also im Kindergaten und ich war mit Marie halt noch zuhause.
00:12:57: Die waren noch nicht im Kindergarten, auch wegen Neurodermitis.
00:13:00: Das war ein großer Faktor und war dann ungefähr drei Monate bei ihm in der Firma Und er hat mich immer wieder besucht und nach mir geguckt und ich konnte morgens nach dem Kindergaten dahin fahren und Mittag zum Mittagessen wieder nach Hause fahren ihn abholen und das War auch richtig gut und da habe ich auch nur funktioniert.
00:13:21: Ich hab es einfach gemacht.
00:13:23: okay, er hat mir eine Arbeit besorgt.
00:13:24: ja dann mache ich das jetzt.
00:13:26: Und weil ich selbst so ... Ja, hat sich ja grad schon gesagt.
00:13:31: So keine Entscheidung irgendwie treffen konnte.
00:13:33: Du hast dein Mann aber da spür' ich so ein tiefes Vertrauen oder?
00:13:37: Ja.
00:13:37: Das hört
00:13:39: sich so schön an, dass er da auch so ... Männer trauen ja auch ganz anders.
00:13:44: Ich frag mich gerade woher er die Kraft genommen hat dann für dich zu sorgen und du ihm dann so vertraut hast.
00:13:56: Also im Endeffekt hat uns die Zeit in unserer Ehe davor schon sehr zusammengeschweißt.
00:14:04: Wir waren zu dem Zeitpunkt, genau wir waren sieben Jahre verheiratet und man sagt ja so ne das sind ja herausforderndes und wir haben da tatsächlich ein ehe Vorbereitungskurs nochmal gemacht Und da wurden so Fragen gestellt.
00:14:28: Nenne zehn Dinge, die du an deinem Partner liebst?
00:14:31: Oder ja und mein Mann schreibt und schreibt... ...und ich denke nur hey warum weiß er so viel!
00:14:37: Ich weiß gar nicht, nein!
00:14:38: Eigentlich muss ich auch nicht grau.
00:14:40: Das
00:14:41: wäre bei uns ungekehrt.
00:14:44: Und genau dann haben wir nochmal soviel irgendwie übereinander gelernt.
00:14:48: oder das hat uns einfach gut getan.
00:14:49: noch mal so Dinge oder was liebst du?
00:14:52: Ganz besonders an deiner Frau oder was liebst du an deinem Mann?
00:14:55: Und solche Dinge, die haben uns richtig gut getan.
00:14:59: Da einfach nochmal so...
00:15:00: Ja schön!
00:15:01: Genau das und das haben wir auch rückblickend gemerkt wie cool es eigentlich auch geführt war dass wir diese Punkte vorher noch mal erlebt haben.
00:15:09: Auch eine Woche vor dem Unfall hatten wir Hochzeitstag Genau eine Woche davor, am siebten und waren da.
00:15:19: Wir wollten eigentlich gar nichts machen aber wir wurden dann von Freunden getränkt hier.
00:15:24: Wir passen auf die Kinder auf geht ihr mal was essen oder macht etwas?
00:15:29: Und Dann waren ja abends Essen und das war viele Jahre der letzte Moment wo wir beide alleine waren und so unbeschwert und einfach Da noch Mal Die Zweisamkeit Einfach Hatten.
00:15:40: genau und Das sind So Punkte die einfach auch dazu geführt haben, dass das Vertrauen da ist.
00:15:47: Und im Krankenhaus sind halt auch Herausforderungen gewesen ... Dass ich einfach nur noch im Endeffekt Patrick hatte.
00:16:01: so für den Moment.
00:16:02: also wir hatten Freunde Wir hatten die Gemeinde in die wir gehen, die waren jeden Tag da und waren vor Ort und haben uns da auch echt gut durchgetragen Die Familie wie sie es konnte.
00:16:15: Und ja, genau das sind so die Punkte.
00:16:22: Ich habe mir gerade jetzt noch mal überlegt auch aus meiner Erfahrung mit Trauerprozessen und ich habe ja auch in deinem Interview erzählt dass ich ganz früh also mein Cousin verloren hab der mit dreizehn und ich war vierzehn gestorben ist.
00:16:40: Ich hab da auch schon gemerkt Männer trauern anders.
00:16:45: Kannst du darüber noch mal was sagen?
00:16:47: Wie letztendlich, dass sich bei euch unterschieden hat und auch wie das für dein Sohn war.
00:16:52: Wie hat der dann praktisch das Ganze verarbeitet?
00:16:57: Also es war tatsächlich bei meinem Mann und mir total unterschiedlich.
00:17:02: Richtig deutlich unterschiedlich!
00:17:05: Für mich war... Ich habe viel geweint ich wollte viel alleine sein.
00:17:09: Ich wollte eigentlich gar nicht aufstehen hab das aber dann halt für unseren Sohn gemacht und war dann auch gerne alleine unterwegs.
00:17:18: Und mein Mann war eher so, hier lasst uns zusammen im Spielezimmer sein und Lego bauen.
00:17:24: Das haben wir ganz viel mit unserem Sohn damit gemacht.
00:17:26: Aber ich habe mich gern einfach rausgezogen.
00:17:28: Ich wollte halt irgendwie alleine sein.
00:17:31: Und genau, hab viel sichtbar auch getrauert... ...und superviel ging in meinem Kopf ab!
00:17:40: in meinem Kopf und in meinen Herzen.
00:17:42: Und bei meinem Mann, der hat sichtbar nicht getraut.
00:17:48: Er hat in diesen fünf Tagen im Krankenhaus so ein Erlebnis gehabt mit Gott.
00:18:01: also mein Mann ist auch gläubig.
00:18:07: Ja, also für mein Mann war das so.
00:18:08: Er hatte tatsächlich ein paar Wochen vor dem Unfall gesagt, dass schlimmste was ihm passieren kann ist wenn ihm oder seinen Kindern etwas passiert.
00:18:15: Das hat er gesagt und dann ist ein paar wochen später dieser unfall passiert.
00:18:20: Und ja er hat da einfach so'n erlebnis gehabt wo er so'nen frieden.
00:18:25: also das hört sich so verrückt an.
00:18:27: aber Dann auch so dieser blick auf das wiedersehen na das hat ihnen total viel Frieden oder auch Ruhe gegeben und genau.
00:18:41: Und ich fand das aber so falsch, dass er im Alltag jetzt nicht weint.
00:18:46: Er muss doch irgendwie weinen.
00:18:47: Der muss doch jetzt auch mal zeigen, dass der traurig ist, dass sie nicht mehr da ist.
00:18:51: Das hat er nicht gemacht!
00:18:54: Wir haben tatsächlich gar nicht miteinander darüber geredet, dass wir den anderen mit seiner Trauer falsch sehen, weil mein Mann hat später dann irgendwann gesagt dass er Angst hatte das ich aus meinem Loch nicht mehr rauskomme.
00:19:13: Ich hatte Angst dass er irgendwann in vielen Jahren in ein Loch fällt wo er nicht wieder raus kommt.
00:19:18: Das haben
00:19:18: viele Frauen bei Männern
00:19:19: ja genau weil er diese Feuerwehr-Erfahrungen hat.
00:19:24: dann erlebt man schlimme Dinge.
00:19:25: man handelt packt es in eine Schublade weg und weiter gehts Und ich habe ihm das so vorgeworfen dass er das mit unserer Tochter genauso macht.
00:19:35: Auch da hat uns im Endeffekt auch wieder unser Glaube getragen, weil ich das im EndeFFekt zu Gott gesagt habe.
00:19:42: Okay du?
00:19:43: Ich vertraue dir dass du das mit Patrick richtig machst.
00:19:46: und genauso hat Patrick gesagt, ich vertrauere dir, dass du es mit Jana richtig machst.
00:19:51: Ja wahnsinn!
00:19:52: Genau das war denke ich auch einfach so.
00:19:56: ein großer Punkt.
00:19:57: ja und ich hatte irgendwann angefangen meine Gedanken aufzuschreiben und später habe ich gemerkt, dass es Priefe gewesen sind.
00:20:09: Und die hatte ich dann viele Jahre später mein Mann vorgelesen das war bestimmt drei vier Jahre später erst und dann hat er gesagt ach krass jetzt weiß ich warum du so warst oder so reagiert hast weil er nicht ahnen konnte was da einfach an Gedanken in mir vorgegen.
00:20:37: Ja und da fand ich das auch ein bisschen schade, dass ich das ihm erst so viel später gelesen habe, weil irgendwie also vorgelesen hab, weil ich gedacht hab muss ihr doch wissen ja aber woher denn?
00:20:48: Weil wir immer denken wie sind so ähnlich gell?
00:20:51: Aber es scheinen ja noch große Unterschiede dazu.
00:20:55: Ja total
00:20:57: Und wie war's mit eurem Sohn?
00:20:59: Er hat es erlebt.
00:21:03: Also für ihn habe ich relativ kurz danach, wurde mir eine Kinder- und Jugendpsychotherapeutin empfohlen.
00:21:09: Und bei der hab' ich mich gemeldet, weil man wohl ne ganz lange Wartezeit hat... ...und ich hab' bei ihr tatsächlich drei Tage später meinen ersten Termin gehabt mit unserem Sohn,... ...aber die hat erst mal mich therapiert!
00:21:21: Und das wusste ich nicht, dass sich selbst auch ein Trauma habe, weil ich es ja auch mit angesehen hab'.
00:21:26: Und unser Sohn, der wurde in so einer Art Spieltherapie begleitet.
00:21:33: Uns hat die Therapeutin mir gesagt, dass Kinder oft dann trauern wenn ein oder beide Elternteile stabil genug sind.
00:21:43: Und das hat total zugetroffen!
00:21:46: Weil meine Therapie war ungefähr so ein Dreivierteljahr später zum Ende.
00:21:50: da habe ich selbst gemerkt okay ich glaube ich hab's jetzt unter den Füßen.
00:21:54: also es wurde so eine EMDR-Therapie gemacht, dass man diese Unfallsituation immer wieder durchdenken, durch riechen und schmecken soll.
00:22:04: Und dann auch dass die Gehirnhälften so verbunden werden.
00:22:07: Irgendwann habe ich gedacht... Ich glaube es ist jetzt gut!
00:22:10: Den Eindruck hatte die Therapeuten auch.
00:22:13: Das war im Frühling, im Jahr zwei Tausend zwanzig.
00:22:18: Und viele wissen was da passiert ist.
00:22:20: Es kam der erste Lockdown.
00:22:23: Mein Mann hatte drei Wochen Urlaub und wir wollten nach Amerika fliegen Und das konnte natürlich alles nicht stattfinden, aber am ersten Tag vom Urlaub meines Mannes fing unser Sohn an zu trauern.
00:22:35: Das war so ... Von jetzt auf gleich hat er geweint, massiv geweint.
00:22:43: Warum bin ich nicht?
00:22:45: Warum ist Marie nicht da?
00:22:48: Warum... Ist nicht Marie da und ich nicht mehr da?
00:22:52: Ich will hoch zur Marie gehen und ihr dem meinen Teddy bear bringen!
00:22:57: ganz viel und ich fand das eigentlich echt gut, dass es so gewesen ist.
00:23:05: Weil wir hätten am Anfang gar nicht für ihn da sein können wie er's gebraucht hätte zu dieser Zeit als er getraut hat.
00:23:12: also er hat uns viel getröstet am Anfang und gesagt ich bin doch auch da was natürlich zusätzliche Tränen verursacht hat Weil wir uns natürlich für ihn gefreut haben, dass er da ist.
00:23:24: Aber wenn man immer nur weint um das eine Kind... Woher soll das Kind dann wissen?
00:23:28: Ich bin ja auch noch wichtig!
00:23:29: Ja,
00:23:30: voll.
00:23:30: Das ist eine so
00:23:31: schwierige Situation.
00:23:33: Genau und da haben wie einfach auch so Aussagen stehen lassen es ich warum musste Marie gehen?
00:23:44: Da haben gesagt ihr wisstens nicht Es ist einfach total Mist und es ist einfach schlimm.
00:23:49: Am
00:23:49: anderen Punkt haben wir ihm auch nochmal Hoffnung zugesprochen.
00:23:53: Wir werden sie wiedersehen, weil das unsere Hoffnung ist.
00:23:57: und aber an einem anderen Punkt einfach wieder, wir verstehen das alles nicht und es tut uns so leid dass du nicht mehr mit deiner Schwester spielen kannst.
00:24:04: und alles was wir da so oder wie wir dafür ihn sein konnten, konnten wir nur, weil wir das erste Dreivierteljahr so durchleben konnten.
00:24:17: genau
00:24:20: Kinder halten für uns den Raum, solange wir nicht können.
00:24:25: Da lebe ich ja auch in meiner Arbeit wenn diese Daueranstattung da ist weil wir im Funktionssudo sind und machen und machen.
00:24:34: Und die Kinder merken das einfach wie explodieren wenn irgendwas falsch läuft dann werden sie auch nicht den Mund aufmachen.
00:24:42: also das ist wirklich so ein systemisches Ding was dann auch wenn es schlimm klingt so sinnvoll ist.
00:24:57: Ja, ich habe mir so oft gedacht immer als Resilienztrainerin.
00:25:00: Ich habe das ja auch in deinem Interview gesagt, bringe mich ja Müttern bei wie sie mit den Krisen, mit dem kleineren und größeren Krisen des Alltags umgehen, wie Sie ihr Surfbrett bauen, sage ich ja immer über die Wellenzürfen.
00:25:18: Ja, eigentlich kann ich gar nicht über alles so sprechen.
00:25:20: Ich habe selber nicht erlebt wie es ist einen der engsten Menschen zu verlieren was dann ist?
00:25:26: Ich kann mir nur vorstellen wenn ich mir das so vorstelle wie man von diesen riesigen Wellen niedergedrückt werden.
00:25:36: ich kann mir das vorstellen dass du nicht aufstehen wolltest und mich hat immer dieser Gedanke an die Lucy Hohn hab ich ja auch in deinem Interview erzählt, so gerettet die selber Resilienzprofessoren ist und selber ihre Tochter verloren hat.
00:25:52: Und... Auch davon erzählt er dann, dass sie irgendwann so angekotzt war von den Menschen, die ihr immer gesagt haben Ja es ist schlimm!
00:26:03: Du hast jetzt ein höheres Risiko für psychische Erkrankungen und die Ehe wird.
00:26:10: War das bei dir auch so?
00:26:12: Wie war da dein Umfeld?
00:26:13: Gab es bestärkende Menschen?
00:26:16: Konnten die alle damit umgehen, dass du trauerst?
00:26:21: Gab es da auch so was von... Jetzt lass mich doch mal in Ruhe.
00:26:25: Ich will meinen Weg gehen oder wie hast du das
00:26:27: erlebt?".
00:26:30: Also ich hatte in der Zeit vor allem eine Freundin, also wir hatten einige Freunde und Bekannte, die wirklich an unserer Seite standen und uns durchgetragen haben.
00:26:43: Wir bekamen zwei Wochen Essen gekocht Die Wäsche wurde abgeholt und gebügelt zurückgebracht Weil ich ja auch gar keine Wäche machen konnte weil überall war Maris Kleidung Und ich wusste ja nicht was ich damit machen soll.
00:26:56: und eine Freundin Die war wirklich total vorbildlich.
00:27:01: Auch so wenn ich jetzt nachhinein höre wie man mit Trauernden umgeht hat sie da wirklich die Punkte total angewendet.
00:27:11: Sie hat dann einfach abends geschrieben, ich komme vorbei und hätte die mich gefragt, hätte ich gesagt nein bitte nicht!
00:27:17: Und ich war schon im Schlammernzug, ich wollte eigentlich nur mal im Bett sein und dann saßen wir auf dem Sofa und haben einfach geredet.
00:27:25: Das habe ich im Nachhinein auch erst gemerkt wie besonders das war da so jemanden zu haben.
00:27:34: Wir haben natürlich auch gemerkt oder ich rede jetzt mal nur von mir Ich hab natürlich auch Die... Ja.
00:27:39: Ich habe auch
00:27:44: Angst, irgendwas Falsches zu machen oder gar nichts zu wissen und ich hab manchmal das Gefühl es muss ja auch wieder alles gut sein.
00:27:51: Das was du gerade bei deinem Sohn gesagt hast, da erlebe ich ja auch ganz viel so dieses Es wird alles wieder gut.
00:27:58: Nein!
00:27:58: Es ist halt einfach grade ein Riesenmist Und das kann glaube ich weniger, oder?
00:28:05: Manche haben weggeguckt Dann war's aber auch so.
00:28:12: Also ich habe irgendwann das Wort Menschenfurcht dafür genommen, was ich selber hatte.
00:28:16: Weil ich hab dann zum Beispiel mal gelacht und dann habe ich gedacht na toll, was denken die anderen jetzt?
00:28:20: Die lacht ja!
00:28:21: Dann ist es gar nicht so schlimm.
00:28:24: oder sowohl wo ich mir selbst auch Sachen eingeredet habe weil ich das irgendwie so gespürt hat.
00:28:30: ne, dann habe Ich mit jemandem gesprochen, habe gelacht Und fühle mich total beobachtet.
00:28:36: Ja bei
00:28:37: trauernden nicht Lachen oder...
00:28:39: Ja genau Aber trotzdem ist ja auch dann noch mehr wie die Trauer.
00:28:43: Ja, es ist alles schlimm und es ist alle total schmerzhaft aber trotzdem gibt's Momente wo man auch einfach mal lachen kann.
00:28:50: ob das jetzt wirklich von den Menschen so gemeint war keine Ahnung aber das habe ich mir halt eingeredet.
00:28:56: oh die lacht ja okay ja darf ich jetzt überhaupt lachen oder muss sich jetzt eigentlich die ganze Zeit nur traurig sein?
00:29:04: Ich bin traurige aber das zeige ich ja nicht rund um die Uhr, weil es gibt auch Momente, die halt gerade anders sind und die Tränen jetzt nicht dauerhaft fließen.
00:29:18: Ja, da ist ganz viel noch kulturell verankert wie verschiedene Kulturen trauern.
00:29:28: bei uns ist ja in Deutschland zumindest dieses man trauert X Jahre ich weiß gar nicht wie viele Und dann wurde doch auch früher gesagt, hat die jetzt schon ... wenn der Partner verstorben war neuen.
00:29:39: Also da ist ganz viel Konventionen, ganz viele kollektive Glaubenssätze glaub ich schon noch verankert und ich glaube nicht... Ich glaube auch das es sehr schwer ist den eigenen Weg dazu finden und sich in dieser schwachen Zeit noch zu überlegen wie man sein sollte dass die anderen einen noch gut finden oder?
00:29:58: Ja
00:29:59: und das hat mich auch zwischendurch so geärgert weil ich irgendwie wusste ja will auch knädig sein mit den Leuten.
00:30:06: Es ist ja okay, dass die nicht damit klar... Ich komme ja damit eigentlich auch nicht klar!
00:30:09: Ich habe es mir ja nicht ausgesucht ich muss da jetzt halt durch und dann hat's mich aber wieder so geärgert, knädigt mit den Andern zu sein.
00:30:16: Ich auch gedacht hab' Ja also ich hab jedes Recht jetzt unknädig zu sein, aber trotzdem hatte ich so auch das Den Willen irgendwie, die anderen jetzt nicht nur zu verurteilen.
00:30:29: Aber das ist halt immer wieder so eine Zerrissenheit wo man auch zusätzlich dann noch so konfrontiert ist und kann mir vorstellen, dass das auch bei mehreren trauernden Menschen so ist.
00:30:43: Ja ich erinnere mich an den Artikel von der Marie-Nioh Futo die es auch verlinkt auf Instagram mit mir.
00:30:52: Die ist Paartherapeutin und hat ihren Sohn verloren und die hat genau das geschrieben.
00:30:59: Es ist so schwer... Also genau das auch.
00:31:06: Dieses frag mich nicht, wann ich dich brauche, weil ich werde es nie sagen als Trauerender.
00:31:11: Komm einfach oder sei einfach da und das ist wirklich ein Riesenthema glaube ich für ganz viele da draußen noch die Menschen verlieren ja die in so einer schwachen Position ja auch sind und Hilfe brauchen und gleichzeitig ist da dieses diese Mauer.
00:31:35: Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich finde es auch nicht leicht.
00:31:40: Ich weiß noch bei meinen Verwandten eben... Bei meinem Onkel oder meiner Tante.
00:31:45: Ich wusste auch nicht wie ich damit umgehen sollte.
00:31:48: Noch dazu war ich ja die fast leichaltrige Tochter.
00:31:52: also das hat auch sehr viel verändert bei uns.
00:31:56: Da hatte ich auch riesen Angst was falsch zu machen.
00:32:03: Ja, liebe Jana jetzt hast du aus diesen diesen Ereignis aus dieser tiefen Wunde, die euch da widerfahren ist ein Kongress erschaffen.
00:32:16: Ein Ort für Menschen, die auch trauern Wenn Liebe bleibt.
00:32:23: Ich freue mich riesig dass ich da auch dabei sein darf Dass ich das heute hier verkünden darf.
00:32:29: in meinem Podcast magst du darüber was sagen?
00:32:31: Wie bist Du da drauf gekommen und was machst du da im Kongress?
00:32:35: Ja also wie ich dazu gekommen bin Dadurch, dass wir ja so in das reingeworfen wurden.
00:32:46: Dass unsere Tochter aus dem Leben gerissen wurde war es für mich so.
00:32:50: ich wusste nicht was ich machen soll.
00:32:51: Ich hatte keine Menschen die ähnliches erlebt haben und ich habe mich total nach jemandem gesehen der mir auch seiner Erfahrung raus sagen kann hier keine Ahnung irgendwie Hilfestellung geben kann oder so.
00:33:05: jetzt merke ich das auch echt berührt.
00:33:10: Genau, ich hab mich halt total alleine gefühlt.
00:33:12: auf der einen Seite natürlich hatte ich Menschen da aber trotzdem total allein und ich hatte so viele Fragen wie geht man mit den Todestag um?
00:33:19: Wie geht mal mit dem Grab um?
00:33:22: Was hat das für Auswirkungen auf Kinder, auf Ehe und so?
00:33:26: und Ich weiß nicht wann genau der Zeitpunkt kam.
00:33:30: Aber da habe ich gedacht es müsste eigentlich ein Kurs oder irgendwas geben was sich eine trauernde Person runterladen kann oder zulegen kann, wo alle Themen die ein Betreffen angesprochen werden.
00:33:44: Weil nicht jeder hat jemandem im Umkreis der Ähnliches erlebt hat und so.
00:33:50: das war so dieser erste Gedanke.
00:33:52: und dann habe ich gedacht okay wie komme ich da hin?
00:33:54: Dann wurde mir von einer befreundeten Autorin gesagt schreibt doch einen Buch!
00:33:59: Dann hab' ich den Buch geschrieben, haben sich aber nicht so die Türen geöffnet hab ich so einen Kurs gemacht, der ging über Körper-, Geist- und Zähle.
00:34:09: Und dann gab's diesen einen Punkt, schreibt Visionen auf oder die ihr für euer Leben habt.
00:34:15: Dann habe ich alles aufgeschrieben und da habe ich tatsächlich auch ein Online-Kongress aufgeschieben zum Thema Trauer.
00:34:24: Das war Anfang letzten Jahres und Ende letzten Jahres bin ich tatsächlich im Internet auf diese Arbeit gestoßen und hab gedacht ja das ist der Punkt Das gehe ich jetzt an.
00:34:35: Ja, und genau das ist für mich ja so eine Freude diesen Weg gegangen zu sein weil ich selbst mit so besonderen Menschen auch wie mit dir so zusammengekommen bin die ich ohne dieses Projekt gar nicht auf die werde ich gar nicht getroffen und finde es einfach so schön was da entstanden ist und am entstehen ist.
00:35:03: Ich denke, das kann echt für viele Menschen einen Anker oder vielleicht einfach so ein Handreichen sein hier.
00:35:15: Du kannst die Hand annehmen und die Möglichkeiten oder Ideen bekommen wie man diese schlimme Zeit durchleben kann.
00:35:25: Weil es gibt ... Es ist ja also wenn Liebe bleibt ein Kongress über Trauer, Liebe und Weiterleben Und es gibt für alle Punkte Interviews zum Thema Trauer, zum Thema Liebe und zum Thema Weiterleben.
00:35:39: Weil alle drei Punkte ja in den Bereichen einfach auf einen eintrudeln.
00:35:45: Genau!
00:35:46: Und wenn Liebe bleibt ist für mich so aus zwei Sichten so wichtig weil im Endeffekt ist die Liebe an meine Tochter, die die bleibt, die mein Leben lang in meinem Herzen bleibt die in unserer Familie bleiben, wenn wir mit unseren Kindern über ihre Schwester sprechen oder unser Sohn seinen jüngeren Geschwistern erzählt was er mit seiner Schwester gemacht hat und so.
00:36:12: Aber auch die Liebe, die von ihr bleibt wo man einfach irgendwie merkt wie sie uns geliebt hat Und das was sie uns gegeben hat in dieser kurzen Zeit in der sie hier war.
00:36:29: wenn Liebe bleibt, so von beiden Seiten einfach so besonders.
00:36:32: Wunderschön!
00:36:37: Ja und du hast so viele Speaker eingeladen, Speakerinnen eingeladen die verschiedenste Themen.
00:36:43: ich habe es jetzt schon mal auf Instagram gesehen da teilst Du auch immer wieder Interviewausschnitte.
00:36:49: also ich freue mich schon riesig.
00:36:51: magst Du nochmal sagen wann der startet?
00:36:52: Und wie man sich anmelden kann?
00:36:56: Also, der startet am fünfundzwanzigsten Juni und geht bis zum neunundzwanziger Juni von Donnerstag bis Montag.
00:37:08: Genau!
00:37:08: Und jeden Tag werden Interviews freigeschaltet.
00:37:12: wie man sich anmelden kann unter www.wenn-liebe-bleibpunkt.de.
00:37:18: Da ist so ein Anmeldefeld da könnt ihr Name und E-Mail Adresse eintragen.
00:37:25: Genau, dann muss man die einmal bestätigen und dann ist man richtig angemeldet.
00:37:29: Schön!
00:37:30: Ja ich verlinkt das natürlich auch alles... ...und freue mich riesig schon auf die Zeit in ein paar Tagen.
00:37:41: Das ist ja schon soweit.
00:37:44: Und jetzt am Ende des Interviews, liebe Jana, meine letzte Frage an dich wenn jetzt eine Mama zuhört, die gerade im schlimmsten steckt?
00:37:57: nicht mehr weiß, wo hinten und vorne ist.
00:38:01: Hast du eine Botschaft an diese Mama?
00:38:15: Also mir kommt so das Wort durchhalten.
00:38:19: Das ist aber auf der einen Seite so widersprüchlich.
00:38:23: Weil es ist dieser Schmerz, der einfach so viel Raum einnimmt ist meiner Meinung nach wichtig, diesem Schmerz einfach den Raum zu geben und gleichzeitig auch auf das zu schauen was da ist.
00:38:42: Das konnte ich am Anfang selbst nicht sehen.
00:38:43: deswegen finde ich das so widersprüchlich.
00:38:45: irgendwie aber dem Sohn den ich trotzdem hatte, der Mann den ich an der Seite hatte und habe das einfach zu sehen seiner Trauer einfach auch diesen Raum zu geben.
00:39:02: Du darfst trauern, du darfst die Wellen zulassen so heftig wie sie kommen und es gibt Menschen Die für einen da sein wollen Und das auch anzunehmen auch wenn's einem schwer fällt.
00:39:20: Das ist super hilfreich.
00:39:30: Danke dir!
00:39:31: Danke für dieses wunderbare, dieses offene Interview, dass du uns da mitgenommen hast.
00:39:37: Noch mal vielen Dank von Herzen und ich freue mich riesig auf den Kongress.
00:39:42: Vielen
00:39:44: Dank gerne.